Die Wurzeln des Instituts liegen in der von Alexander Mitscherlich 1949 gegründeten Psychosomatischen Klinik der Universität Heidelberg. Nachdem Mitscherlich Heidelberg 1968 verlassen hatte, wurde ein Jahr später ein »Ausbildungsseminar für Psychoanalyse und Psychotherapie in der DGPT« gegründet, an dem zunächst vor allem die Assistenten der psychosomatischen Klinik ihre psychoanalytische Ausbildung absolvierten.
Später kamen andere Ausbildungskandidaten hinzu - ab 1975 vor allem auch vom neu gegründeten Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim. 1981 erhielt das Seminar dann seinen heutigen Namen und die Rechtsform eines gemeinnützigen Vereins. Bis zum heutigen Tag finanziert sich das IPP ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Semestergebühren.
Das Institut steht in der Tradition der Psychoanalyse Sigmund Freuds und ihrer Weiterentwicklungen. Diese sind gleichwohl sehr unterschiedlich und teilweise gegensätzlich.
Ein wichtiges Anliegen der Mitglieder ist es daher, den lebendigen Diskurs darüber zu kultivieren. Das entspricht auch dem Selbstverständnis der DGPT, die sich von Anfang an als schulenübergreifender Dachverband gesehen hat.
Wir bieten für Ärzte und Psychologen die Ausbildung zum Psychoanalytiker nach den Richtlinien der DGPT an. Der Abschluss entspricht den Voraussetzungen für die Mitgliedschaft in der DGPT. Das Institut ist eine staatlich anerkannte Ausbildungsstätte nach dem Psychotherapeutengesetz. Für Ärzte sind die Vorgaben der Landesärztekammern zur Erlangung der Zusatzbezeichnung »Psychoanalyse« erfüllt.
Zum Institut gehört eine psychotherapeutische Ambulanz, die von vier erfahrenen Psychoanalytikern geleitet wird und von allen Kassen ermächtigt ist. Hier werden diagnostische Interviews durchgeführt und die Patienten anschließend in geeignete Behandlungsformen vermittelt - zum Teil auch an Kandidaten des Instituts im Rahmen ihrer Ausbildung.